Winterwanderung auf dem Michaelsberg

Viele kennen die Weisheit ‚Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung‘. Dementsprechend stand auch einer Wanderung rund um den Michaelsberg am 04.02.2018 trotz Böen und starkem Schneefall nichts im Wege. Kurz die Familie eingepackt und ab ging es Richtung Bruchsal.

Wir stellten das Auto ganz oben auf einem öffentlichen Parkplatz nahe der Kapelle.

Insgesamt können Wanderer zwischen vier ausgeschilderten Rundwegen wählen. Streckenlängen 1,5 km 2,9 km 3,4 km 6,7 km.

Wetterbedingt wählten wir trotz funktioneller Kleidung nur die Variante mit 3,4 km. Da kurz bevor wir ankamen das Schneegestöber aufhörte, beeindruckte selbst bei wolkenverhangenem Himmel der Panoramablick über die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen und dem Schwarzwald.

Als Gimmicks findet man auf der Bergkuppe unter anderem einen Kontrollpunkt für Navigationsgeräte

eine Orientierungshilfe

und falls wir die Wanderung bereits in Moskau begonnen hätten, nun der höchste Punkt dieses „Höhenwanderwegs“ ♥

Auch bei diesem unwirtlichen Wetter ist zu erahnen, dass der Michaelsberg ein wahres Paradies für seltene Pflanzen und Tiere ist. Selbst jetzt fanden wir einige Orchideen am Wegesrand, die ihr Überleben unter anderem dem Naturschutzgebiet „Kaiserberg“ verdanken, in dem über das Jahr Bodentemperaturen von über 70 Grad Celsius gemessen werden.

Unsere Wanderung führte uns einmal rund um den Berg, zunächst Richtung Obergrombach, dann Richtung Bruchsal und oberhalb von Untergrombach zurück zur Kapelle an den Weinreben entlang.

Die Michaelskapelle ist eine barocke Wallfahrtskirche. Die idyllische weiße Kapelle ist schon von weitem sichtbar. Sie wurde in den Jahren von 1742 bis 1744 von Kardinal Damian Hugo von Schönborn, Fürstbischof zu Speyer, errichtet.

Für mich als Atheisten sind die Gegenstände in Kirchen wahrscheinlich faszinierender als für die Gläubigen selbst. Nichts destotrotz kann ich sie nicht genau zuordnen, und so verweise ich an dieser Stelle auf Wikipedia

Drei Altäre, eine barocke Kanzel aus der ehemaligen Hambrücker Pfarrkirche, Deckengemälde sowie die Figuren der vierzehn Nothelfer sind bemerkenswert und schmücken das Innere des Gotteshauses. Im August 2007 wurde die Kapelle renoviert.

Information der Stadt Bruchsal zum Michaelsberg

Schreibe einen Kommentar

  • zum Archiv